Sep 25 2009
Presseerklärung der Initiative zur Entscheidung der Stadt Mannheim
Initiative begrüßt die Entscheidung der Stadt Mannheim
Der Presse ist zu entnehmen, dass die Stadtverwaltung in ihrer Funktion als untere Denkmalschutzbehörde den geplanten Abriss der Teufelsbrücke ablehne (Mannheimer Morgen, Ausgabe Innenstadt, 25.09.2009, S. 19). Die Initiative begrüßt diese Entscheidung und bedankt sich bei der Stadtverwaltung für die in dieser Entscheidung zum Ausdruck kommende verantwortungsvolle und weitsichtige Haltung. Die Erhaltung der Brücke ist nicht nur aus Gründen des Denkmalschutzes, sondern insbesondere auch aus Gründen der Entwicklung des Stadtteils richtig und wichtig.
Die Initiative hebt hervor, dass die Erhaltung der Brücke dem Hafenausbau nicht entgegensteht. Der weitere Ausbau des Hafens ist für den Wirtschaftsstandort Mannheim, für den traditionell der Hafen eine besondere Bedeutung hat, wichtig. Nur haben die Verkehrsuntersuchungen gezeigt, dass die befürchteten Verkehrsengpässe an der Mühlauhubbrücke nicht bestehen und insofern ein Abriss der beiden Brücken (Mühlauhubbrücke und Teufelsbrücke) nicht erforderlich ist. Außerdem sind auch Alternativen zum Abriss durch die Hafengesellschaft (HGM) nach Ansicht der Initiative nicht ausreichend untersucht worden.
Die Entscheidung der Stadt Mannheim ist ein Teilerfolg. Jetzt liegt der Abrissantrag bei der Landesregierung. Da das Land Baden-Württemberg Gesellschafter der HGM ist, darf man den Einfluss der HGM auf der Landesebene nicht unterschätzen. Insofern kommt nun möglicherweise dem Petitionsverfahren, das die Initiative eingeleitet hat, neue Bedeutung zu.
Wenn der Abriss der Teufelsbrücke verhindert werden kann, stellt sich die Frage nach dem Zustand der Brücke. Hier muss an die Verantwortung des Eigentümers appelliert werden, seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen und das Denkmal auch baulich zu unterhalten.
Frank Maaß
für die Initiative „Rettet die Teufelsbrücke“
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