Mai 31 2009
Containerumschlag halbiert
Aus der Pressemitteilung der Hafengesellschaft vom 19.5.2009: Mit 715.753 Tonnen stabilisiert sich der Güterumschlag in den Mannheimer Häfen. Der Umschlag stieg im April 2009 um 29.931 Tonnen (plus 4,36 Prozent) im Vergleich zum Vormonat. Im März 2009 wurden 685.822 Tonnen Güter wasserseitig umgeschlagen. Das Monatsergebnis des vergangenen Jahres von 854.319 Tonnen konnte dagegen um 138.566 Tonnen nicht erzielt werden. Insbesondere das Containervolumen sank um 47 Prozent von 11.653 TEU im Vorjahresmonat auf 6.144 TEU (20-Fuß-Einheiten).
Positiv entwickelten sich die Güterarten Erdöl, Mineralölerzeugnisse und Gase (plus 253 Prozent) sowie Erze und Metallabfälle (plus 15 Prozent). Im Vergleich zum April 2008 waren die Einbußen bei Eisen und Stahl (minus 51 Prozent), Steinkohle (minus 39 Prozent) und Fahrzeuge und Maschinen (minus 38 Prozent) am größten. Land- und Forstwirtschaftliche Erzeugnisse gingen um 26 Prozent zurück und chemische Erzeugnisse um 20 Prozent. In den Mannheimer Häfen waren im April 2009 insgesamt 571 Schiffe anzutreffen. Das sind 304 Schiffe weniger als im Vorjahresmonat mit 875 Schiffen.
12 Kommentare
Hallo G. fontagnier was ist denn der zusammenhang mit der brücke.
Hallo, die Argumente der Hafengesellschaft zum Abriss der Brücke resultieren aus der wachsenden Menge des Containerumschlages im Hafengebiet jenseits des Verbindungskanals. Daher müßte (laut Hafengesellschaft) die Zufahrt zum Containerbahnhof um eine LKW-Spur erweitert werden. Da dies mit der aktuellen Mühlauhubbrücke nicht geht, will man diese abreissen und dort die Verbindung der Kanäle zuschütten. In der Folge könnte dort kein Schiff mehr durchfahren und die Firma TBS am Verbindungskanal beliefern. Das ist der Grund warum die Teufelsbrücke abgerissen werden soll. Damit das Schiff (einmal die Woche) zur Firma TBS über den Neckar in den Verbindungskanal kommt. Ein Spiel mit Dominosteinen. Nun aber fehlen die Argumente am Beginn des Spieles. Es werden nicht mehr, sondern drastisch (halb soviel) weniger Container bewegt. Damit halb soviel LKW-Verkehr zum Containerbahnhof. Wer weiss schon, ob dies jemals wieder in die Höhen von 2008 wächst. Alles klar? Beste Grüße Gerhard Fontagnier
Hallo G. Fontagnier – das klingt ja schon einleuchtend aber wenn dann die sachen per lkw in den kanal gefahren werden ist das auch ordentlich verkehr. ist doch jetzt schon ziemlich voll da, wenn ich mit dem rad unten am brückenverteiler fahre, sind sehr viele lkw unterwegs. wie soll denn das dann laufen? früher hatte ich den eindruck war es etwas weniger verkehr.
die alternative ist nicht “die sachen mit dem lkw” in den hafen zu fahren. die alternativen sind die westtangente (stadtumfahrung) und die wiederinstandsetzung der teufelsbrücke.
Sehr geehrter Herr Fontagnier,
es ist richtig, dass sich der WASSERumschlag der Container gegenüber den Zahlen aus April 2008 sich um 47 % reduziert hat.
Der LKW-Verkehr im Hafen bestätigt den Eindruck von “bertram”: Wir haben im vergangenen April im Mühlauhafen eine Verkehrszählung durchgeführt. An 29.04.09 zwischen 4 Uhr und 23 Uhr haben 5000 LKW und 6000 PKW die Mühlauhubbrücke, Neckarvorlandbrücke sowie die Spatzenbrücke überquert, wobei über 50 % über die Mühlauhubbrücke lief.
Dies trotz der aktuellen wirtschaftlichen Situation.
Als Ersatz für den umweltfreundlichen Schiffsverkehr würden weitere 6000 LKW den Jungbusch belasten, um die Firma TBS am Verbindungskanal zu beliefern.
Die Westtangente ist aus unserer Sicht keine Alternative, da sie den aus Norden an den Hafen angebunden werden soll, die wichtige Zufahrt bei der Mühlauhubbrücke im Süden des Hafens liegt.
Aus augenblicklicher positiver Schätzung könnte die Westtangente im Jahre 2020 fertig gestellt werden.
Die Wahrscheinlichkeit über eine mögliche Realisierung bei grob geschätzten Baukosten von ca. 130 Mio € können wir nicht beurteilen.
Persönlich schade finde ich, dass sie die wirtschaftliche Talsohle als positives Argument für den Erhalt der Teufelsbrücke nutzen.
Ihr Michael Dietrich
Sehr geehrter Herr Dietrich, wir haben eigentlich schon sehr ausgiebig diskutiert, aber bitte – gerne auch hier: wenn ich richtig gerechnet habe fahren also die Hälfte der von IHNEN gezählten Fahrzeuge über die Mühlauhubbrücke. Also 10 Fahrzeuge (davon die Hälfte PKWs – was machen eigentlich soviele PKWs da) in der Minute. Das ist nicht schön, gibt aber keinen Stau. Ich bin selbst Unternehmer und habe ein Café. Wenn mein Laden gerade nicht laufen würde, dann werde ich sicher nicht ausgerechnet dann größere Räume und einen Umbau für mehr Gäste planen. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen einen florierenden Hafenbetrieb. Wir wissen aber auch auch, dass Wincanton auch ohne den Abriss der Teufelsbrücke das Containerterminal ausbauen wird. Ich wünsche Ihnen und Herrn Hörner die nötige Vernunft in dieser Krisenzeit und ich wünsche Ihnen, dass Sie verstehen, dass das berechtigte, demokratische und legitime Interesse der Anwohner und ganz Mannheims in Ihre Herzen dringt. Ich verstehe nicht, warum Sie nicht längst eine andere Lösung (zusammen mit den Anwohnern und den Hafenbetrieben) austüfteln. Sie können doch nicht einfach den Widerstand zu Erhaltung der Brücke beiseite schieben. Augen zu und durch? Am Ende wird die Verbitterung bleiben. Das kanns nicht sein. Zum Schluß: Ich bin vor wenigen Wochen (an der Brücke beim Termin mit unserem Landtagsabgeordneten) wegen der Nennung Zahl von über 40% Rückgang des Containerumschlags von Herrn Hörner angefahren worden. Zu diesem Zeitpunkt muss er gewusst haben wie der Containerumschlag zurückging. Die wirtschaftliche Talsohle wäre eine Gelegenheit für die HGM ohne Gesichtsverlust aus der Nummer raus zu kommen.
Ihr Gerhard Fontagnier
p.s. ich gehe übrigens auch davon aus, dass der neue, am kommenden Sonntag zu wählende Gemeinderat inkl. des OBs, für den Erhalt der Teufelsbrücke steht!
noch eine Rechnung: 5000 LKW fahren also an einem Tag in den Handelshafen. 133.000 Tonnen Güter sind im Monat April bewegt worden. Bei 20 Arbeitstagen täglich 6650 Tonnen. Selbst wenn wir davon ausgehen würden, dass ein Teil der Güter auch mit dem LKW angeliefert wird, würde jeder LKW nur 1 bis 2 Tonnen mitnehmen. Wie kommts?
Hallo G.Fontagnier und Michael Dietrich, den stau an der brücke habe ich manchmal gesehen, wenn sie gehoben wird. schranken sind auch oft zu, dann geht da nix mehr. manchmal 15 minuten. die stehen dann bis zum parkring. ich verstehe jetzt nicht, sollen die lkw über die teufelsbrücke fahren, die westtangente ist ja noch ein paar jahre entfernt. was hilft das den fahrradfahrern? verkehr ist doch im jungbusch so oder so genug.
hallo bertram,
über die teufelsbrücke werden und können keine lkws fahren. durch die teufelsbrücke soll, nach den hafenplänen einmal die woche ein schiff zur firma TBS fahren. daum gehts. das schiff fährt derzeit hinten durch die mühlauhhub- und spatzenbrücke.
beste grüße gerhard fontagnier
“… den stau an der brücke habe ich manchmal gesehen, wenn sie gehoben wird. schranken sind auch oft zu, dann geht da nix mehr.”
Auf diese Formulierung möchte ich näher eingehen, denn genau da werden Äpfel mit Birnen vertauscht: Ich habe es in einer Zeit von ca. 5 Jahren genau EINMAL erlebt, dass die Hubbrücke angehoben wurde, dagegen aber im Mittel jedes dritte Mal meines Vorbeikommens an ca. drei Tagen die Woche (heißt also jede Woche wenigstens einmal) erlebt, dass der Bahnübergang auf der Rheinstraße geschlossen ist. Und wie dieser geschlossen ist: eine kleine Ewigkeit, weil man offenbar die Entfernung und Geschwindigkeit der Züge nicht einschätzen kann. DORT entstehen die großen Staus, die sich auch infolge der sich beidseitig direkt anschließenden Straßendreiecke nur sehr zäh auflösen. Dagegen ist die Einschränkung durch das – wirklich seltene – Anheben der Mühlauhubbrücke ein Klacks!
Sehr geehrte Herren!
Ich gehöre zu den menschen, die nicht viel von grossen geschäften versteht. Vermutlich haben beide seiten (pro und contra) auf ihre art recht!
Was mich jedoch sehr bedrückt ist scheinbar die tatsache,dass selbst antikes (altes), schönes und auch praktisches auf das selbst jungbuschbewohner stolz sein können, einfach den “fluss” runtergespült werden soll! Ich hoffe nur, dass es den “alten” menschen, weil sie im weg sind und nicht mehr wirtschaftlich genug arbeiten können, nicht auch einmal so ergeht!
Und das alles nur, weil soviel schlauere menschen, wie ich es bin, keine bessere alternative finden können! sehr schade! Auch um die vielen millionen euro!
Nundenn, viel erfolg uns allen für die zukunft!
Lena M.
Sehr geehrte Frau Lena M.,
noch steht die Brücke – obwohl sie längst weggespült sein sollte. Ich denke wir haben gute Aussichten den Erhalt der Brücke zu erreichen!
Beste Grüße Gerhard Fontagnier