Feb 18 2009
Abbruch der Teufelsbrücke entbehrlich
Die Staatliche Rhein-Neckar-Hafengesellschaft Mannheim mbH (HGM) hat bei der Stadt Mannheim den Antrag auf Abriss der Teufelsbrücke (Verlängerte Jungbuschstraße) gestellt. Auf der Informationsveranstaltung der Stadt Mannheim am 09.02.2009 hat die HGM erläutert, dass der Grund für den geplanten Abriss in dem erwarteten erhöhten Verkehrsaufkommen durch ein vergrößertes Containerterminal liege. HGM plant nach eigener Aussage, die Maßnahmen für die Verbesserung der Verkehrserschließung im 3. Quartal 2011 abzuschließen. Ein verbindlicher Termin für den Ausbau des Containerterminals durch den Betreiber Wincanton wurde nicht genannt.
Wie den schriftlichen Planungen (städtische Beschlussvorlage Nr. 042/2008) der Westtangente zu entnehmen ist, würde sich mit dieser auch die Erschließung des Handelshafens massiv verbessern. Die vertiefte verkehrsplanerische Untersuchung für den 1. Bauabschnitt liegt seit Oktober 2007 vor. Der vom Gutachter und von der Stadt empfohlene Streckenverlauf sieht im Norden eine Neckarquerung, dann den Verlauf entlang der ICE-Trasse und einen Anschluss im Süden an die Kurt-
Schumacher-Brücke vor. Der Handelshafen soll an die Westtangente an der
Neckarvorlandstraße angeschlossen werden. Der Streckenverlauf (Anlage 2 zu Beschlussvorlage Nr. 042/2008) ist anliegend beigefügt.
Daraus muss aus Sicht der Initiative der Schluss gezogen werden, dass durch die Westtangente eine massive Verbesserung der verkehrlichen Erschließung des Handelshafens erfolgt. Der Verkehr aus dem Handelshafen hätte eine direkte
Anbindung sowohl an die Kurt-Schumacher-Brücke als auch an den Mannheimer Norden. Damit sind die Verkehrsplanungen der HGM, die letztlich zum Abriss der Teufelsbrücke führen würden, überflüssig.
Nach ihrem erneuten, gut besuchten Treffen am 17.02.2009 fordert daher die Initiative „Rettet die Teufelsbrücke“ die Stadt auf, die Notwendigkeit der geplanten verkehrlichen Maßnahmen der HGM vor dem Hintergrund der geplanten Westtangente vertieft zu prüfen. Es muss in jedem Fall – auch vor dem Hintergrund sparsamer Haushaltsführung – vermieden werden, dass die HGM durch den Abriss der Teufelsbrücke vollendete Tatsachen schafft, obgleich eine Lösung der Verkehrsproblematik bevorsteht.
Die Initiative „Rettet die Teufelsbrücke“ plant weitere Aktionen und wird diese in der nächsten Woche veröffentlichen.
Mannheim, den 18.02.2009 – Initiative „Rettet die Teufelsbrücke“ – c/o Frank Maaß
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